Cache #486 – Verkehrsschild

leovegasVor ein paar Tagen, einen Tag nach dem Auffinden des letzten Caches aus dem vorigen Beitrag, ging es mal wieder zum Verwandtenbesuch. Ich habe meinen Onkel und meine Tante besucht, die in der Nachbarstadt wohnen. Keine große Sache für mich – ich habe die 25 km mit dem Rad zurückgelegt. So fit bin ich ja nun noch. An jenem Tag hat sich auch noch weiterer Besuch angekündigt: Meine beiden Cousinen, also die Töchter meiner Leovegas Tante und meines Onkels, wollten auch kommen. Natürlich sollte auch die kleine Tochter der einen Cousine dabei sein. Sie ist schon ein Fratz und immer sehr frech. Wenn sie einen Leovegas Vorteil für sich bei irgendeiner Sache sieht, ändert sie aber plötzlich ihr Verhalten und wird handzahm. Kinder…

Ich war also angekommen und wir haben schön gemütlich Kaffee getrunken und Kuchen gegessen. Natürlich haben wir dabei auch geplaudert und uns über den neuesten Klatsch in unserer Familie ausgetauscht. Nach etwa einer Stunde machte ich den Vorschlag, einen Spaziergang zu machen. Wir hatten ganz schön viel gegessen und getrunken, von daher war so ein kleiner Verdauungsspaziergang genau das Richtige. Leider wohnen meine Verwandten in einem Teil der Stadt, der nicht so wahnsinnig schick ist. Es ist eher trist anzusehen, mit vielen Plattenbauten und dreckigen Straßen. Erschwerend kommt hinzu, dass dort auch eine Menge Durchgangsverkehr herrscht. Wir wollten uns aber davon nicht unseren Spaziergang vermiesen lassen und sind kurzerhand in kompletter Mannschaft aufgebrochen.

Natürlich habe ich vorausschauend auf der Geocache-Übersichtsseite nachgeschaut, ob und wo in der Nähe Caches versteckt sind. Gefunden habe ich in fußläufiger Entfernung aber nur einen einzigen. Immerhin, besser als nichts. Ich habe meinen Verwandten erklärt, was Geocaching ist und dass wir gerne den Cache auf unserem Spaziergang einsammeln können. Sie waren interessiert und stimmten zu. Also gingen wir frohen Mutes los und erzählten uns, wie es hier wohl vor einigen Jahrzehnten ausgesehen haben mag. Ich war mir fast sicher, dass es schöner und lebenswerter gewesen sein muss. Aber wie das nun einmal so ist mit Städten, die sich im Abwind befinden, gibt es ein paar Ecken, an denen man das nur allzu deutlich sieht. Aber wir konnten dennoch gut spazieren gehen. Die Leovegas Bürgersteige waren noch in Ordnung und die Fußgängerampeln funktionierten hervorragend.

Mir wurde so langsam bewusst, dass wir schnurstracks auf die Hauptstraße zusteuern. Diese ist wirklich sehr stark befahren und es gibt auch keine Häuser dort, wohl aber Fußwege. Nicht gerade die beste Gegend, um mit einem kleinen Kind spazieren zu gehen. Aber mein Onkel und meine Tante haben sich gut um die Kleine gekümmert und sie sicher an den Händen gehalten. Sie ging dann auch ohne Murren den Weg mit. Schließlich war die Leovegas Atmosphäre trotz der äußeren Umstände – es hatte übrigens auch noch angefangen zu nieseln – gut. Die Kleine wurde zugegebenermaßen aber auch mit ein paar Süßigkeiten ruhig gehalten.

Wir näherten uns langsam, aber sicher dem Geocache. Ich war etwas baff, denn vor uns lag nur eine gerade Straße mit kaum Möglichkeiten, den Cache zu verstecken. Wir gingen noch weiter und waren nur noch 5 m vom Cache entfernt. Zumindest gab mein GPS-Gerät das so an. Der Cache konnte nicht an einem Baum befestigt sein, denn der nächste Baum war weiter als 5 m entfernt. Die einzige Möglichkeit war eigentlich… das Verkehrsschild, vor dem wir standen. Es war ein großer, metallener Wegweiser, der die zahlreichen Autofahrer entweder in die oder aus der Stadt führen soll. Stichwort zahlreiche Autofahrer: Es waren rekordverdächtig viele Muggel unterwegs, doch das war mir herzlich egal. Es war ja nicht so, dass der Cache wahnsinnig attraktiv und erhaltenswert gewesen war. Außerdem waren wir bei Wind und Wetter hierher spaziert. Es ging nun ans Suchen. Wir inspizierten das Schild. Vorne nichts. An der Seite: nichts. Am Ständer: nichts. Bleibt also die Rückseite. Die war etwas unbequem zu erreichen, aber ich habe keine Mühe gescheut und bin hinter das Schild getreten. Dort fand ich dann gleich die kleine Dose und habe sie meinen Verwandten gezeigt. Wir waren erleichtert und traten den Heimweg an.

Cache #487 – Am Park

leovegasGestern habe ich eine Radtour mit zwei Freunden in ein Leovegas Dorf gemacht. Es hat sich herausgestellt, dass es dort einen Cache gab. Doch das war nicht mein oder unser Hauptziel. Wir wollten einfach einen schönen Frühlingstag verbringen. Als wir an der Stelle des Caches angekommen waren, waren wir angenehm überrascht. Es gab in diesem kleinen Dorf doch tatsächlich einen hübschen kleinen Park! Und anscheinend inmitten dieses Parks sollte der Cache sein.

Wir waren schnell an der Stelle, wo die Dose laut Koordinaten sein sollte, aber haben weit und breit nichts gefunden. Es war in der Nähe eines Baums. Wir haben ihn erklettert und haben ihn von allen Seiten durchleuchtet, aber nichts da. Vielleicht gab es den Cache gar nicht mehr? Jedenfalls sah es ganz danach aus. Naja, passiert.

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